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Der BMI hat kaum Aussagekraft über die Folgen von Übergewicht

Was ist der BMI

Der BMI (Abkürzung für Body Mass Index) wird errechnet, indem das Körpergewicht in kg durch die Körpergröße in m zum Quadrat geteilt wird. Für erwachsene Menschen gilt ein BMI zwischen 18,5 und 25 als normal. Personen mit einem BMI unter 16 gelten als stark untergewichtig, Personen mit einem BMI über 30 als behandlungsbedürftig übergewichtig.

Welche Aussagekraft hat der BMI?

Der BMI gibt zwar Anhaltspunkte, ob das Körpergewicht im Normalbereich liegt. Allerdings stößt der BMI bereits bei gut trainierten Sportlern an seine Grenzen, weil bekanntlich Muskeln mehr wiegen als Fett und Sportler dadurch einen hohen BMI haben können, ohne übergewichtig zu sein.

Noch weniger Aussagekraft hat der BMI laut Münchner Forschern offenbar für die gesundheitlichen Folgen von Übergewicht. In einer groß angelegten Studie beobachteten die Mediziner knapp 11000 Probanden über Jahre und stellten fest, dass der BMI keine Aussagekraft über das Herzinfarkt-, Schlaganfall- oder Todesrisiko hat.

Deutlich aussagekräftiger als der BMI ist für Gesundheitsrisiken offenbar die Verteilung des Fettes am Körper: Fett an Oberschenkeln, Gesäß und Hüften soll das Risiko für Herz- Kreislauferkrankungen nicht erhöhen, Fett am Bauch hingegen schon. Der BMI trifft keine Aussage über die Fettverteilung, ein anderer Wert hingegen schon: wenn man den Taillenumfang durch die Körpergröße teilt, ist das Risiko einer Erkrankung umso höher, je größer der Wert ist.

Ist der BMI also egal?

Nun ist es sicher keinem zu raten, den BMI völlig außen vor zu lassen und völlig ungehemmt zuzunehmen - weil der BMI sowieso keine Aussagekraft hat. Wir können uns schließlich nicht aussuchen, wo sich das Fett ablagert, und früher oder später bilden sich Fettpölsterchen auch am Bauch, wo sie eben doch das Gesundheitsrisiko erhöhen. Und um das zu verhindern, ist der BMI weiterhin ein einfaches Mittel um einzuschätzen, ob das Körpergewicht im grünen Bereich ist. Vielleicht ist es aber sinnvoll, zusätzlich zum BMI auch den Taillenumfang im Auge zu behalten.

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